Verleihung des Hermann-Wedell-Preises 2020 an Traute van Aswegen

„Lesen ist wie atmen“ – dieses Zitat passt wie kein anderes zu Traute van Aswegen.

Am 1. Juli 2021 wurde ihr im vhs-Saal der Volkshochschule Koblenz der Hermann- Wedell Preis 2020 verliehen. Bedingt durch die aktuellen Ereignisse konnte die Preisverleihung erst in diesem Sommer stattfinden.

Lesen und Buch e.V. gratuliert ihr sehr herzlich! Mit dem Hermann-WedellPreis werden Personen oder Gruppen geehrt, die sich in besonderer Weise für die praktische Kulturarbeit bzw. die allgemeine Weiterbildung/ Erwachsenenbildung eingesetzt haben. In vielfacher Weise trifft diese Beschreibung auf unser langjähriges Vereinsmitglied Traute van Aswegen zu.

Schon 1961 wurde die vom Börsenverein der deutschen Buchhändler herausgegebene Fachzeitschrift für Verlagswesen und Buchhandel „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel“ auf sie aufmerksam, denn ihre Entscheidung, sich mit 21 Jahren als Buchhändlerin selbstständig zu machen, war nicht nur ungewöhnlich, sondern auch mutig. Ihre Buchhandlung in Brunsbüttel, Schleswig-Holstein, wurde schnell zu einer Adresse, die bedeutende Autoren immer wieder gerne besuchten, u.a. Martin Walser und Günter Grass.

Mit dem Umzug ihrer Familie nach Koblenz im Jahr 1994 zog auch ihre Begeisterung für Literatur mit ins Rheinland. Sehr bald wurde sie Mitglied in Lesen und Buch – Förderverein der StadtBibliothek Koblenz e.V. .

Traute van Aswegen hat in Koblenz vielfältige Veranstaltungen organisiert: Kostümlesungen beim alljährlichen Augusta-Fest, Lesungen im MutterBeethoven-Haus, unzählige Lesungen in der Stadtbibliothek Koblenz. Ihre Begeisterung für Literatur bringt sie auch bei „Koblenz liest ein Buch“ sowie bei den im Herbst stattfindenden Jugendbuchwochen ein. Viele Menschen hat sie in den von ihr angebotenen Vorleseworkshops motiviert, das Vorlesen als Kunstform zu verstehen. Auch ihre regelmäßig organisierten Vorlesertreffen sind ein wichtiger Bestandteil des Engagements von Lesen und Buch Förderverein der StadtBibliothek Koblenz e .V..

Im Rahmen der BUGA 2011 kamen wichtige Impulse von Traute van Aswegen, die mit ihrer breitgefächerten Belesenheit zu jedem Anlass die wichtigsten literarischen Beiträge mit einer Selbstverständlichkeit beisteuerte, die nur die Menschen artikulieren können, die „Lesen als atmen“ verstehen.

Ihre Liebe zur Literatur beschränkt sich nicht nur auf deutschsprachige Bücher. Immer wieder sucht sie den Austausch mit anderen Sprachkulturen, wie zum Beispiel türkische oder italienische Literatur.

Hervorzuheben ist ihr Engagement für die Kinderbuchliteratur.

Ihre Kinderbuchkartei http://www.kinderbuchkartei.de/ bietet Erwachsenen und Lehrer*innen die passende Lektüre für Problem- und Alltagssituationen.

Zu verschiedenen Ausstellungen, sei es im Mittelrhein-Museum oder im Ludwig-Museum Koblenz steuert Traute van Aswegen ihre literarische Expertise bei und ist sich dabei stets treu in ihrer tiefen Liebe zur Literatur!

Der Förderverein der StadtBibliothek Koblenz – Lesen und Buch e.V. gratuliert Traute van Aswegen auf das Herzlichste zum Hermann-Wedell-Preis 2020!

Marie-Theres Schwaab

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Auch die Kinder- und Jugendliteraturtage 2020 müssen leider ausfallen!

Ja, die Vorleserinnen und Vorleser des Fördervereins Lesen & Buch waren gut vorbereitet und wären hoch motiviert in die Schulen gegangen in diesem November.

Ob es um einen älteren erzählendenText von Gudrun Pausewang zum Thema Umwelt geht, um Brigitte Werners „Kotzmotz der Zauberer, vor dem alle Tiere des Waldes zittern, wenn er tobt und wütet oder auch um den Piratenkater Pavarotti von Isabel Abedi, der einmal einer Leseratte das Leben schenkte und sie ihm dafür aus Dankbarkeit das Lesen beibrachte…… bisher waren noch alle Kinder begeistert und die Lehrerinnen und Lehrer überrascht, wie aufmerksam die Kinder folgten und wie schnell eine Schulstunde rum war.

Das Modell zu dritt ein -nur leicht gekürztes- Buch vorzulesen, hat sich inzwischen über einige Jahre bewährt und die Vorleserinnen und Vorleser sind sprachlich so gut geschult, dass es ihnen bisher jedes Mal gelungen ist, auch „als schwierig“ geltende Klassen in ihren Bann zu ziehen.

Das zeigt auch ein Brief, den eine Lehrerin der Diesterweg- Schule schrieb und in dem es heißt: „auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal voller Dankbarkeit an Sie wenden. Die Vorlese- Aktion war ein voller Erfolg und sowohl Kinder als auch Lehrer waren begeistert!“

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Du liebst mich doch wohl ein wenig? – Rezension

Beethoven ganz persönlich: Am 22. September 2020 fand in der Stadtbibliothek Koblenz eine musikalische Lesung statt, die den privaten Beethoven in den Mittelpunkt stellte. Die von Traute van Aswegen  recherchierten  Details zeigten ein Musikgenie, dessen Lebensweg geprägt war von privaten Enttäuschungen.

Häufig gingen die aufkeimenden Liebesbeziehungen zu seinen Klavierschülerinnen unglücklich aus. Gerold Engelmann und Traute van Aswegen  lasen Textpassagen aus Briefen, deren Inhalt die Tragik von Beethovens Leben verdeutlichten.

Ein Schwerpunkt der Lesung war natürlich die Beziehung Beethovens zu Koblenz, die Mutter aus Ehrenbreitstein und die lebenslange Freundschaft zu  dem Arzt und geheimen Medizinalrat Franz Gerhard Wegeler, der sich 1830 als stiller Teilhaber in das Weinhaus Deinhard einkaufte.

Einen brillanten musikalischen Rahmen für die eindrucksvolle Lesung bildete das  duoW mit Geigerin Katharina Wimmer und Ingrid Wendel am Klavier. Abgestimmt auf die jeweilige Textpassage spielten die beiden Künstlerinnen, die seit 2013 mit einem breit gefächerten Repertoire bekannt sind, ausgewählte Musikstücke von Beethoven. 2 Tage später fand die Veranstaltung noch einmal  mit etwas gekürztem Text im Marmorsaal in Bad Ems statt. Eine glückliche Kombination von Text und Musik! -Besonders freuten sich die ZuhörerInnen über die Sonate F- Dur opus 24 (Frühlingssonate) und die Sonate G-Dur opus 30 Nr.3, die wunderbar mit dem  gelesenen Text harmonierten.

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„Du liebst mich doch wohl ein wenig…?“

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Unruhige Zeiten für die Demokratie – wie aktuell ist Fritz von Unruh

Ist Demokratie – einmal etabliert – ein Selbstläufer? Leider nein, wie uns das aktuelle Wiedererstarken des Rechtsextremismus und des Alltagsrassismus auch in Deutschland zeigt. 

Für ihren Auftritt bei den diesjährigen Demokratiewochen am 23. März 2020 um 18:30 Uhr in der Stadtbibliothek Koblenz hat sich der Förderverein Lesen und Buch Koblenz – Freunde der Stadtbibliothek Koblenz e.V. einen besonderen Leckerbissen herausgesucht. Manchmal braucht es in Vergessenheit geratene Genies, um aufzurütteln. Fritz von Unruh, in Koblenz geborener Dichter und Pazifist war in der Weimarer Republik ein „Popstar“ des Literatur- und Theaterbetriebs. Kaum einem gelang es im aufkeimenden dritten Reich soviel Gegenwehr zu mobilisieren, wie ihm bei seinem legendären Auftritt im Sportpalast 1932 in Berlin. Allein – es hat bekanntermaßen nicht gereicht.

Besucher dieser von Hiltrud Siebel mit Herzblut vorbereiteten Lesung in der Stadtbibliothek Koblenz sind eingeladen, in das dramatische, manchmal bizarre Leben des Warners und Mahners Fritz von Unruh einzutauchen, der laut Albert Einstein als ein „Seher unter den Irregeleiteten“ galt.

„Mächtig seid ihr nicht in Waffen! Unbezwingbar ist allein der Geist!“ Möglichst viele Schwestern und Brüder in diesem Geiste wünscht sich der Förderverein Lesen und Buch an diesem Abend.

Der Eintritt ist frei.

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„Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt!“

Kleiner Rückblick auf die Koblenzer Kinder- und Jugendliteraturtage 2019

Sehr zufrieden blicken die Vorleser/innen des Fördervereins der Stadtbibliothek LESEN & BUCH auf die Kinder- und Jugendliteraturtage im November in Koblenz zurück. Mehr als zehn erfahrene Vorleser/Innen folgten gern den Einladungen der Regenbogenschule, der Grundschule Neukarthause, der Diesterweg- Schule, der Grundschule in Kobern, der Feuerwehr und sogar der Grundschule in Burgen.

Vorgelesen wurden die Texte in szenischen Lesungen von jeweils drei Vorlesern.

Diesmal waren es die Klassiker wie: „Kotzmotz der Zauberer“ von Brigitte Werner, „Käptn Klonk und seine Piraten“ von Isabel Abedi und „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ von Hannes Hüttner.

Neu dabei war auch ein 30 Jahre altes und längst vergriffenes Buch von Gudrun Pausewang „Die Kinder in der Erde“, das sich mit dem Thema Umweltzerstörung auseinandersetzt. Dies Buch ist immer noch von brennender Aktualität, die Kinder verfolgten aufmerksam die Lesung und im Anschluß gab es eine lebhafte Diskussion.

Kinder, Lehrkräfte und VorleserInnen freuten sich über den gelungenen Einsatz!

Grundschulen, die szenische Lesungen wünschen wenden sich bitte an:

Förderverein LESEN & BUCH, Traute van Aswegen, kibuka@arcor.de

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Vorlesen während der Jugendliteraturtage 2019

Der Förderverein der Stadtbibliothek bietet eine ganze Menge an
Lesungen:
11. November 2019
Regenbogenschule in Lützel, 10.00 Uhr
„Kotzmotz der Zauberer“ (Autorin: Brigitte Werner)
Vorleser: Liane Gehlhoff,
Katrin Stolle
Gisela Nülle

11. und 12. November:
Lesung in der Grundschule Neukarthause:
„Die Kinder in der Erde“ Autorin: Gudrun Pausewang
Vorleser: Mechthild Stumm, Gerold Engelmann, Tanja oder Pascal Zwierlein,
Waltraud Arnold
Ersatzleserin: Dorothee Schwarzer

12. November
10.15 Feuerwehr
„Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“
Liane Gehlhoff, Lesen & Gitarre

13. November, , 2 Lesungen nacheinander
Diesterweg- Schule, Kastorpfaffenstraße 9-10
„Käptn Klonk und seine Piraten“, Autorin: Isabel Abedi
Vorleser:
Traute van Aswegen
Margret Sille
Hein Mecker

13. November
Grundschule Kobern
4 Lesungen ab 8.30h
Die Kinder in der Erde – Gudrun Pausewang
Vorleser:
Mechthild Stumm
Gerold Engelmann
Dorothee Schwarzer

14. November
10.15h
„Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“
Liane Gehlhoff, Lesen und Gitarre

15. November
Die Kinder in der Erde – Gudrun Pausewang
Grundschule Pfaffendorfer Höhe
Vorleser:
Gisela Nülle
Gerold Engelmann
Dorothee Schwarzer
Mechthild Stumm

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Lesung Karin Kalisa – 22. November 2019

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Lesung Linus Geschke – 8. November 2019

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Rückblick – Ein Abend für Helga

Ein Abend für Helga Arend

Zehn Jahre leitete Professor Dr. Helga Arend den Förderverein LESEN & BUCH,

Freunde der Stadtbibliothek Koblenz erfolgreich, bevor sie in 2018 die Leitung an 

Marie- Theres Schwaab übergab.

Als Abschiedsgeschenk und Dank fand auf Anregung von Professor Stefan Neuhaus zu Ehren von Helga Arend in der Stadtbibliothek vor Gästen des Vereins und der Universität Koblenz eine kleine Lesung statt.

Die Begrüßung sprach die Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Privatdozentin 

Dr. M. Theis- Scholz.

Die Vorleser und Vorleserinnen des Vereins trugen Texte vor, ausgewählt aus den vielen Veranstaltungen der letzten zehn Jahre. 

Von James Krüss, der Sängerkrieg der Heidehasen über Sophie von la Roche ging es bis zu den gerade erschienenen Aphorismen von Botho Strauß (über den Helga Arend sich habilitiert hat).

Der gelungene Abend klang aus mit lockeren Gesprächen bei einem Glas Wein.

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